Login  
/uploads/yu/VW/yuVWHts3Lvo_huc2RgkkiQ/P1140143-Radweg-Bahndamm-Herzberge-IKEA.jpg
Landschaftspark Herzberge
Neuer Radweg auf dem
alten Bahndamm durch
Lichtenberg zu IKEA

Lichtenberg: Neuer Radweg durch den Landschaftspark Herzberge zu IKEA

Berlin, 28. Juli 2011

Lichtenberg entwickelt sich zu einem der fahrradfreundlichsten Bezirke Berlins. Ungewöhnlich konsequent sind in den letzten Jahren autofreie Asphaltstreifen entlang der U-Bahnlinie U5 zwischen Biesdorf und Tierpark oder an der S-Bahnlinie S3 in Rummelsburg entstanden.

Auch der neue Radweg auf dem alten Bahndamm Herzberge beeindruckt - mit kleinen Schönheitsfehlern. Offiziell ist die rund zwei Kilometer lange Asphaltpiste heute eröffnet worden.

Inoffiziell ist die Strecke zwischen der Gotlindestraße nördlich der Frankfurter Allee und der Bezirksgrenze zu Marzahn-Hellersdorf an der Rhinstraße bereits seit einigen Wochen durchgängig befahrbar. Und sie ist eine der auffälligsten Investitionen für den Fahrradverkehr Berlins der letzten Monate.

Neben dem Radweg ist vor allem ein neuer Park entstanden - für insgesamt 1,9 Millionen Euro. Vorbei am Straßenbahnhof Siegfriedstraße wird auf halber Strecke die Hellersdorf-Route gekreuzt, so dass ein kleines Radwegnetz entstanden ist. Im Landschaftspark lässt der neue Radweg fast vergessen, dass er quer durch Berlin führt.

Neben der noch fehlenden Erweiterungsmöglichkeit in südlicher Richtung zum Bahnhof Lichtenberg, ist vor allem die nördliche Anbindung mangelhaft: Ausgerechnet zum Möbelhaus IKEA führt bisher nur ein Trampelpfad ohne Abfahrt.

Ausgesprochen sinnvoll wäre auch die Einbindung der noch vorhandenen (und stillgelegten) Bahnbrücke über die Rhinstraße weiter in den Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Denn gerade hier fehlt parallel zur Landsberger Allee und der Marzahner Brücke jedes zeitgemäße Angebot für Fahrradfahrer. Leider ist der letztgenannte Bezirk der fahrradunfreundlichste Berlins.

Und noch ein weiterer Schönheitsfehler steht eigentlich auf der Schwarzen Liste: Die gefährlichen Umlaufsperren an den Zufahrten braucht niemand. Im Gegenteil verlangt das Umkurven der Metallgitter mehr Aufmerksamkeit für diese Hindernisse als für den Straßenverkehr. Das Hängenbleiben mit Fahrradpacktaschen ist hier eine der Hauptunfallarten - zu oft auch mit schweren Verletzungen und einer Fahrradstadt Berlin nicht würdig.

 

Hintergrund