Login  
/uploads/h3/MK/h3MKIWpRCbKjDtfm1vmDFA/CIMG0503-Bockwindmuehle-Marzahn.jpg
Bockwindmühle Marzahn:
Die erste Mühle im
Angerdorf Marzahn
entstand 1815,
die heutige 1994

775 Jahre Berlin: Durch die Dörfer in Berlin nach Ahrensfelde

Berlin, 28. August 2012 [zuletzt geändert 30.08.12, 22:42 Uhr]

Als 1987 zur 750 Jahrfeier das Buch "Die Dörfer in Berlin" zeitgleich in Ost und West erschien, war dies eine kleine Sensation. Ein Vierteljahrhundert später ist die Stadt wieder zusammengewachsen - mit den ersten Fahrradstraßen. Benno Koch verrät am Sonntag, 2. September 2012 die schönsten Radtouren durch den Spätsommer und Berlin.

Erst 1920 wurde Berlin mit 3,9 Millionen Einwohnern zur damals drittgrößten Stadt der Welt - nach London und New York. Vorausgegangen war eine 100 Jahre währende Debatte zur Eingemeindung von Umlandgemeinden. Schließlich wurden am 1. Oktober 1920 sieben Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke mit der bisherigen Stadt zu Groß Berlin zusammengeschlossen. Noch heute sind in Berlin 57 mittelalterliche Dorfkirchen zu finden, manchmal die alten Dorfstrukturen noch erkennbar.

Diese Radtour soll wie alle Sonntags-Radtouren ein entspannter Nachmittagsausflug werden. Entlang der knapp 40 Kilometer kurzen Strecke liegen einige der einstigen Dörfer. Manchmal lohnt es sich vielleicht ein wenig genauer hinzuschauen. Für einen ganz kurzen Augenblick kann Geschichte so wieder lebendig werden. Und ganz zum Schluss soll hinter der Stadtgrenze sogar ein richtiger Dorfgasthof warten.

Offiziell beginnen alle Berliner Radrouten am Schlossplatz in Mitte. Eine Übersichtstafel gibt es nicht. Anders als bei der normalen Straßenwegweisung gibt es auch keine Nummerierung zum Beispiel analog der Bundesstraßen. Diese entspannte Sonntagnachmittag Radtour zeigt wie es trotzdem geht.

Vom Berliner Hauptbahnhof geht es zunächst auf Abschnitten des Europaradweges R1 zum Treptower Park. Immer nahe der Spree entspricht diese Route hier auch meist dem Spree-Radweg. Just hier an einem der einst 18 Stadttore Alt-Berlins befindet sich heute der beste Burgerbrater der Stadt - sonntags sind hier die Schlangen übrigens kürzer.

An der Rummelsburger Bucht und weiter entlang der S-Bahnlinie S3 und der U-Bahnlinie U5 bis ins Wuhletal sind in den letzten Jahren fast durchgängig asphaltierte Strecken aus Fahrradstraßen, ruhigen Nebenstraßen und Radwegen auf vielen Abschnitten neu ausgebaut worden. Offiziell heißt diese Radroute hier Südspange TR4 und führt ins Dorf Biesdorf.

Entlang der renaturierten Wuhle geht es vorbei am Dorf Kaulsdorf, an den Gärten der Welt und ins alte Dorf Marzahn. Hier ist es nicht nur überraschend grün, im historischen Angerdorf aus dem 13. Jahrhundert ist auch der beste Konditor und der beste Fleischer weit und breit zu finden. Das muss natürlich unter uns bleiben!

Von der alten Bockwindmühle geht es zurück durchs Wuhletal und hinauf auf die Ahrensfelder Berge. Mit 114,5 Metern Höhe hat man hier oben einen unverbauten Rundumblick über die Barnimhochebene, hinunter ins Spreetal und natürlich bis zum Fernsehturm. Vielleicht ist der Ausblick hier in Marzahn sogar noch schöner als von Berlin höchstem Turm - und garantiert ohne Anstehen.

Hätte man sich im Jahre 2008 beim Aufschütten einer kleinen Aussichtsplattform nicht verrechnet, wären die teilweise künstlichen Hügel der Ahrensfelder Berge heute der größte Berg Berlins. Um ganze 20 Zentimeter musste er sich doch dem Großen Müggelberg in Köpenick und dem Teufelsberg im Grunewald geschlagen geben. Zwei weitere schöne Ziele auf einer der nächsten Radtouren durch die Dörfer Berlins - versprochen!

Natürlich wartet unterwegs ein Café und zum Abschluss ein gutes Restaurant - auf einer entspannten Spätsommer-Radtour für Genießer.

 

Einfach anmelden - Das grüne Berlin und die Dörfer in der Stadt erleben!

  • Sonnenuntergangstour: geführte Radtour mit Benno Koch am Sonntag, 2. September 2012

  • Strecke: Die knapp 40 Kilometer kurze Tour durch das grüne Berlin ist kein Radrennen, sondern ein Angebot für Rad fahrende Genießer.

  • Treffpunkt: 13:00 Uhr, Berlin-Hauptbahnhof

  • Ende: gegen 20:00 Uhr, Bahnhof Ahrensfelde

  • Teilnahmegebühr für die Radtour: 12 Euro ermäßigt 8 Euro pro Person

  • externe Kosten: die individuelle Rückfahrt vom Bahnhof Ahrensfelde (S7 alle 10 Minuten Richtung Potsdam über Berlin Stadtbahn - Ticket Berlin AB Person 2,40 Euro, Fahrrad 1,60 Euro) sowie der Café- und Restaurantbesuch kommen hinzu

  • Anmeldung: schickt mir bitte einfach eine SMS an Mobil 0157/73746049 oder eine E-Mail an kontakt@benno-koch.de

  • Anmeldestand (30. August 2012, 22:42 Uhr): noch 16 von 20 Plätzen frei

  • Teilnahmebedingungen: es gelten die Regeln der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die Teilnehmer tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt und sind für die Sicherheit ihres Fahrrades selbst verantwortlich, die Rückfahrt erfolgt in der Dunkelheit (Licht)

  • Fahrrad und Bahn: damit auch die individuelle Fahrt mit der S-Bahn entspannt wird, bitte immer sämtliche Packtaschen und Körbe (auf die eigentlich generell verzichtet sollte) vom Fahrrad nehmen und die Räder mit den Lenkern entgegengesetzt an die Klappsitze lehnen, Fahrgäste auf den Klappsitzen ohne Fahrräder freundlich bitten aufzustehen – und natürlich Rücksicht nehmen!

 

Hintergrund

  • Fotos einer Radtour von Berlin-Mitte ins Dorf Marzahn und auf die Ahrensfelder Berge in der Bildergalerie www.benno-koch.de ansehen

  • gpx/gps-Track der Radtour von Berlin-Mitte nach Ahrensfelde als zip-Datei (24 kb) herunterladen