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Barnimer Feldmark:
Idylle pur auf den
Wiesen und Weiden
des Bio-Bauernhofes von
Dieter und Sonja Moor

Barnimer Feldmark: Traumlandschaften eines TV-Moderators

Berlin, 8. Mai 2013

Dieses Dorf hat nichts: Keinen Dorfladen, keine Kneipe, keine Kirche mit Dach und Turm, keinen Bahnhof und keinen Radweg. Es sind die Traumlandschaften von Dieter und Sonja Moor. Und einiger glücklicher Wasserbüffel und Galloways. Am Sonntag, 12. Mai 2013 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen im märkischen Fahrradfrühling.

"Was wir nicht haben, brauchen sie nicht" ist ein tiefsitzendes Selbstverständnis. Wahrscheinlich nicht nur in Brandenburg. Die Geschichte des einstigen Dorfladens in Hirschfelde östlich von Berlin war 2009 ein Bestseller. Und ist es vermutlich noch immer. Mit dem Buch kamen auch die Touristen ins Dorf. Doch wozu brauchen die Stadt Werneuchen oder ihr Ortsteil Hirschfelde schon Touristen? Der Schweizer TV-Moderator Dieter Moor hat dem Dorf eine Aufmerksamkeit verschafft, mit der dort scheinbar niemand umgehen kann. Inmitten einer Traumlandschaft für Touristen.

Dieter und Sonja Moor betreiben hier eine in ihrer Schönheit kaum zu überbietende Wasserbüffel- und Galloway-Zucht. Das Fleisch der glücklichen Rinder kann man im Hofladen der Moors kaufen - mit erstaunlichen null Kilometern Transport von der Weide bis zur Fleischtheke. Ziemlich einzigartig. Und noch immer ziemlich privat im Bauernhaus der Moors.

Ziemlich einzigartig ist auch Dieter Moor selbst, ohne den das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen, aber auch das Land Brandenburg nicht nur um die eine oder andere Pointe ärmer wäre.

Nun hat Hirschfelde eine Chance wie wenige andere Dörfer. Mehr Werbung geht nicht. Ein Gasthof könnte sich also wieder lohnen. Ein Café sowieso. Doch hier gibt es nichts. Der von der dorfeigenen Genossenschaft neu eröffnete Dorfladen ist schon wieder zu. Warum ist auch den Genossenschaftlern wohl noch nicht ganz klar.

Dabei könnte die Sache mit dem Modelldorf Hirschfelde ja vielleicht noch klappen. Idyllischer als dem Track der Gallowayherde auf den endlosen Wiesen des Bio-Bauernhofes zu folgen, kann Landleben doch eigentlich gar nicht sein. Zumindest für Großstädter.

Genaugenommen würden zum Ökogedanken ja eigentlich auch ein Radweg und die Bahn bestens passen. Beides gibt es hier nicht. Der nahe alte Bahnhof Werftpfuhl mit den vorhandenen Gleisen wird vom Brandenburger Verkehrsminister tapfer verteidigt - damit er nie wieder öffnen darf. Wer will hier schon wirklich Bahn fahren?

Ganz ähnlich sieht es mit dem fehlenden Radweg aus: Die Stadt Werneuchen hat nach der politischen Wende 1990 irgendwie vergessen, die alte Werneuchener Straße quer über den inzwischen verwaisten Flugplatz auch als Straße zu widmen. Und so wurde die ideale Verbindung für Radfahrer verkauft und durch ein versteckt im Wald liegendes Privatanwesen überbaut. Eine Umfahrung existiert nicht. Auch sonst gibt es in Werneuchen bis heute keinen Meter offizielle Fahrradstraße.

Wie es trotzdem gehen kann, soll diese 30 Kilometer kurze Radtour zeigen: Vom U-Bahnhof Hönow geht es über den hier (hinter dem Dorf) bestens ausgebauten Europaradweg ZR1/R1 zum Reiterhof Am Walde und weiter über Krummensee, Wegendorf und Wesendahl nach Hirschfelde. Meist alles auch ohne Radweg bereits sehr gut befahrbar und ruhig. Bis auf einen unbefestigten zwei Kilometer kurzen Feldweg.

Zurück von Hirschfelde geht es über den verbliebenen Abschnitt der alten Werneuchener Straße und dann durch ein nur für Radfahrer geöffnetes Tor inmitten der Obstplantagen. Doch auch hier bleibt für die letzten anderthalb Kilometer nach Werneuchen nur die hier wirklich stark befahrene Bundesstraße ohne Radweg.

Ausnahmsweise geht das natürlich auch für Fahrradtouristen. Noch schöner wäre es allerdings, wenn die Stadt Werneuchen einen Plan auch für den Fahrradverkehr hätte. Dann bitte aber nicht direkt hinter der Leitplanke der Bundesstraße, sondern auf der alten Werneuchener und gleich noch der alten Wesendahler Straße als Fahrradstraße quer über den einstigen Flugplatz. Und wenn man sich hier schon mal entschließt Fahrradfahrer wirklich gleichberechtigt zu fördern, dann bitte auch noch den Krummenseer Weg gleich mitausbauen. Natürlich auch als Fahrradstraße.

Wie immer wartet am Ende ein gutes Restaurant und Café - auf einer entspannten Radtour für Genießer. Trotz der Bundesstraße. Versprochen!

 

Einfach anmelden - Barnimer Feldmark und Moors Traumlandschaften in Hirschfelde erleben!

  • Sonnenuntergangstour: geführte Radtour mit Benno Koch am Sonntag, 12. Mai 2013

  • Strecke: Die rund 30 Kilometer kurze Radtour durch die Barnimer Feldmark ist kein Radrennen, sondern ein Angebot für Rad fahrende Genießer.

  • Treffpunkte: 12:00 Uhr Berlin Hauptbahnhof und 13:15 Uhr U-Bahnhof Hönow (Hinweis: Wegen Bauarbeiten verkehren an diesem Sonntag keine S-Bahnen zwischen Ostkreuz und Lichtenberg - es wird empfohlen den Treffpunkt U-Bahnhof Hönow mit der U5 ab Berlin-Alexanderplatz zu nutzen)

  • Ende: kurz vor 19:00 Uhr am Bahnhof Werneuchen

  • Teilnahmegebühr für die Radtour: 12 Euro ermäßigt 8 Euro pro Person

  • externe Kosten: die individuelle Bahnfahrt (ab Bahnhof Werneuchen Tarif Berlin ABC 3,10 Euro pro Person und 2,20 Euro pro Fahrrad), nach Wunsch der Einkauf im Hofladen und auf einer Obstplantage sowie der Restaurantbesuch kommen hinzu

  • Anmeldung: schickt mir bitte einfach eine SMS an Mobil 0157/73746049 oder eine E-Mail an kontakt@benno-koch.de

  • Anmeldestand (8. Mai 2013, 17:15 Uhr): noch 18 von 20 Plätzen frei

  • Teilnahmebedingungen: es gelten die Regeln der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die Teilnehmer tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt und sind für die Sicherheit ihres Fahrrades selbst verantwortlich, die Rückfahrt erfolgt in der Dunkelheit (Licht)

  • Fahrrad und Bahn: damit auch die Fahrt mit dem RegionalExpress entspannt wird, bitte immer sämtliche Packtaschen und Körbe (auf die eigentlich generell verzichtet sollte) vom Fahrrad nehmen und die Räder mit den Lenkern entgegengesetzt an die Klappsitze lehnen, Fahrgäste auf den Klappsitzen ohne Fahrräder freundlich bitten aufzustehen – und natürlich Rücksicht nehmen!

 

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