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Trappenfelde:
Die Barnimer Feldmark
hat vieles von dem
was Touristen suchen

Regionalparkroute Rund um Berlin: Durch die Feldmark von Hönow nach Bernau

Berlin, 21. Mai 2013 [zuletzt geändert 22.05.13, um 22:32 Uhr]

Auf offiziell 330 Kilometern umrundet die Regionalpark Fahrradroute die Bundeshauptstadt. Es könnte der wichtigste Radfernweg am Berliner Stadtrand werden. Das Konzept wurde überarbeitet und eine neue Fahrradwegweisung aufgebaut. Zum Beispiel in der Barnimer Feldmark nordöstlich von Berlin. Am Sonntag, 26. Mai 2013 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen im märkischen Fahrradfrühling.

Seit fast zehn Jahren gibt es eine Fahrradroute durch die acht Brandenburger Regionalparks. Gemerkt hat das bisher vermutlich niemand. Einen Investitionsetat gab es nicht, ein Ausbau fand nicht statt. Winzige Schilder in Form einer Blüte ohne nachvollziehbare Informationen sollten einen Weg weisen. Jetzt könnte alles anders werden. Ab 2013 soll die Route erstmals komplett befahrbar sein.

Die Barnimer Feldmark ist eine Sehnsuchtslandschaft direkt am Berliner Stadtrand. Extrem dünn besiedelt und noch immer mit einer harten Stadtkante, hinter der die Felder in diesen Tagen bis zum Horizont in leuchtendem Gelb betören. Dazwischen ein paar Ackerbürgerstädte und ein paar Dörfer, in denen die Zeit stehen geblieben ist.

In Trappenfelde treibt der Schäfer seine Lämmer über die leere Dorfstraße. Gleich dahinter weiden Highland-Rinder und Strauße. Und natürlich Pferde. Eine Kette von Weihern genannten Tümpeln unterbricht hin und wieder die weiten Felder. Es gibt noch unverfälschte Alleen an alten Poststraßen, auf denen sich keine zwei Kutschen begegnen könnten.

Das erste Städtchen in der Reihe ist Altlandsberg. Das Schlossareal soll zu neuem Leben erweckt werden. Nachdem das einstige Schloss bereits 1757 vollständig niederbrannte, sollen die verbliebenen Wirtschaftsgebäude des späteren Gutshofes in eine kleine Brauerei, einen Gasthof und eine Pension verwandelt werden. Mit dem sanierten Gutshaus, der Stadt- und Schlosskirche ist das Areal schon heute und noch immer malerisch.

Etwas weiter liegt Werneuchen. Das genau 100 Jahre alte Schloss im Stil der französischen Renaissance ist äußerlich bereits seit einigen Jahren saniert. Jetzt scheint hier die Zeit schon wieder stehen geblieben zu sein, hinter dem Bauzaun tut sich nichts mehr. Der private Besitzer und sein Plan bleiben unsichtbar. Auch Schloss und Gut Börnicke liegen direkt an der Regionalparkroute und - trotz einiger Sanierungsfortschritte - an den meisten Tagen des Jahres in einem Dornröschenschlaf.

In Bernau ist das historische Mühlentor fast fertig. Und irgendwie passt es zur Stadt. Und zum Streit über dessen Wiederaufbau. Was ist eigentlich wichtiger: Auto fahren auf jedem Meter in Bernaus kleiner guter Stube, anstatt einmal 100 Meter zu Fuß zu gehen, oder Arbeitsplätze durch Tourismus? Das 1885 abgerissene Stadttor aus dem 14. Jahrhundert vervollständigt die noch immer erhaltene 1,3 Kilometer lange und acht Meter hohe Feldsteinmauer. Einst säumten 44 Wehr- und Rundtürme sowie drei Stadttore Bernau. Der Pulver- und der Hungerturm sowie das Steintor sind erhalten geblieben.

Dieser rund 35 Kilometer kurze Abschnitt der Regionalparkroute zwischen Hönow und Bernau hat bereits viel von dem, was Touristen anderswo suchen. Und diese Radtour zeigt mit einer leicht inoffiziellen Variante, wie die offizielle Route bereits heute funktionieren kann. Straßenbegleitende Radwege an stark befahrenen Bundesstraßen wie der B158 gehören nicht dazu und haben nichts mit Tourismus zu tun. Natürlich muss der U-Bahn Endbahnhof Hönow eingebunden werden. Und natürlich müssen die alten Alleen zwischen Altlandsberg und Werneuchen fahrradfreundlich ausgebaut werden. Das geht übrigens wunderschön historisierend - wenn man will. Wenn man Fahrradtourismus verstanden hat.

Wie immer wartet unterwegs ein gutes Café und am Ende ein Restaurant - auf einer entspannten Tour für Rad fahrende Genießer!

 

Einfach anmelden - Regionalparkroute durch die Barnimer Feldmark erleben!

  • Sonnenuntergangstour: geführte Radtour mit Benno Koch am Sonntag, 26. Mai 2013

  • Strecke: Die rund 35 Kilometer kurze Radtour auf der (teilweise inoffiziellen) Regionalpark Fahrradroute ist kein Radrennen, sondern ein Angebot für Rad fahrende Genießer.

  • Treffpunkte: 12:00 Uhr Berlin Hauptbahnhof und 13:15 Uhr U-Bahnhof Hönow

  • Ende: kurz vor 19:00 Uhr am Bahnhof Bernau

  • Teilnahmegebühr für die Radtour: 12 Euro ermäßigt 8 Euro pro Person

  • externe Kosten: die individuelle Bahnfahrt (ab Bahnhof Bernau Tarif Berlin ABC 3,10 Euro pro Person und 2,20 Euro pro Fahrrad), sowie der Café- und Restaurantbesuch kommen hinzu

  • Anmeldung: schickt mir bitte einfach eine SMS an Mobil 0157/73746049 oder eine E-Mail an kontakt@benno-koch.de

  • Anmeldestand (22. Mai 2013, 22:32 Uhr): noch 11 von 20 Plätzen frei

  • Teilnahmebedingungen: es gelten die Regeln der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die Teilnehmer tragen selbst das allgemeine Risiko, das die Teilnahme am Straßenverkehr mit sich bringt und sind für die Sicherheit ihres Fahrrades selbst verantwortlich, die Rückfahrt erfolgt in der Dunkelheit (Licht)

  • Fahrrad und Bahn: damit auch die Fahrt mit dem RegionalExpress entspannt wird, bitte immer sämtliche Packtaschen und Körbe (auf die eigentlich generell verzichtet sollte) vom Fahrrad nehmen und die Räder mit den Lenkern entgegengesetzt an die Klappsitze lehnen, Fahrgäste auf den Klappsitzen ohne Fahrräder freundlich bitten aufzustehen – und natürlich Rücksicht nehmen!

 

Hintergrund

  • Fotos der (teilweise inoffiziellen) Regionalparkroute Hönow-Bernau in der Bildergalerie www.benno-koch.de ansehen

  • gpx/gps-Track der Radtour von Hönow nach Bernau als zip-Datei (12 kb) herunterladen