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Auf dem Oderbruchbahn-Radweg zu den Adonishängen

Berlin, 7. April 2015 [zuletzt geändert 10.04.15, 9:15 Uhr]

Sehnsuchtsziel Adonisröschen. Auf der Suche nach vollkommener Schönheit erwachen jetzt ein paar Dörfer an der Oder zu ungeahntem Leben. Doch ein paar Meter davor und ein paar Meter dahinter ist es schon wieder ganz ruhig. Zum Beispiel auf dem Oderbruchbahn-Radweg. Am Samstag, 11. April 2015 verrät Benno Koch die blumigsten Ausflüge im Fahrradfrühling.

Mallnow ist anders als andere Dörfer Brandenburgs. Hier stehen die Landfrauen mit frisch gebackenem Kuchen und selbstgemachter Marmelade direkt am Bordstein. Das Kapital der Region ist nichts. Die Kirche hat kein Dach und keinen Turm. Die alten LPG-Bauten sind eigentlich kein Ausflugsziel. Aber da war doch was?

An den Rändern der sanften Hügel hoch über dem Odertal wagen sich jetzt hier die leuchtend gelben Blütenkelche der Adonisröschen aus der Deckung. Und plötzlich erwacht auch das Dorf Mallnow für ein paar Wochen aus seiner Beschaulichkeit.

Diese rund 60 Kilometer kurze Radtour ist wie immer ein Angebot für Rad fahrende Genießer. Mit Rückenwind geht es von Fürstenwalde (Spree) auf dem Oderbruchbahn-Radweg in Richtung Mallnow. Vor gut 100 Jahren entstand in der Region eine insgesamt 120 Kilometer lange Kleinbahnstrecke, die in den 1960er Jahren bereits wieder stillgelegt wurde. Bis 2008 wurde hier in Anlehnung an den alten Bahndamm ein neuer Radweg gebaut. Doch heute scheint der Oderbruchbahn-Radweg schon wieder in einen Dornröschenschlaf verfallen zu sein. Ein echter Geheimtipp.

Natürlich soll auch das Finale entlang der Oder ein echter Geheimtipp werden. Denn die schönsten Adonishänge gibt es natürlich nicht dort, wo es die größten Parkplätze gibt. Mit dem Fahrrad öffnet sich auch hier eine ungeahnte wunderbare Welt. Und am Ende dieser Welt soll es das eine oder andere eiskalte polnische Bier geben. Im besten Restaurant östlich der Oder.

 

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