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Newcomer 2015: Lückenschluss zur Ziesarer Kleinbahn

Berlin, 8. April 2015 [zuletzt geändert 10.04.15, 23:30 Uhr]

Als vor gut drei Jahren der Radweg Ziesarer Kleinbahn auf zwölf Kilometern ausgebaut wurde, waren die Erwartungen groß. Doch vor allem der Anschluss an einen bestehenden Bahnhof fehlte. In diesen Tagen wird ein fünf Kilometer langer Radweg erstmals die Lücke zwischen der Burg Ziesar und der Wiesenburg schließen. Am Sonntag, 12. April 2015 verrät Benno Koch einen schönen Newcomer zwischen dem Hohen Fläming und dem Havelland.

Der alte Hauptbahnhof von Ziesar ist noch heute beeindruckend. Er dämmert am Rande der einstigen Bischofsstadt vergessen und verwildert vor sich hin. Züge fahren hier schon lange nicht mehr. Fast unbemerkt führt der neue Radweg auf dem alten Bahndamm von hier 40 Höhenmeter hinauf in den Hohen Fläming zum einstigen Bahnhof Görzke.

Alte Bahndämme längst vergessener Eisenbahnen eignen sich bestens für neue Radwege. Zwar sind auch die Hügel des Fläming keine echten Berge, aber Bahndämme haben eine maximale Steigung von vier Prozent - sind also auch für wenig geübte Radfahrer kein Problem. Rund zwölf Kilometer der einst 60 Kilometer langen, 1901 eröffneten und auf dem letzten Abschnitt 1999 stillgelegten Ziesarer Kleinbahn sind im Herbst 2011 als nachhaltig asphaltierter Radweg wiedererwacht.

Im April 2015 ist nun ein ein wichtiger Radweg-Lückenschluss zwischen Neuehütten und Börnecke durchgängig neu gebaut und bestens asphaltiert worden. Zwar ist der fünf Kilometer lange Abschnitt straßenbegleitend, aber er schlängelt sich landschaftlich schön häufig einige Meter entfernt durch den Wald.

Und vor allem der Wald und dessen Besitzer waren der Grund für einen professionellen Ausbau: Mindestens 2,5 Meter breit und auch für schwere Forstfahrzeuge befahrbar. Zusammen mit zwei bereits bestehenden Radwegabschnitten geht es nun abseits der - werktags von vielen Lkw genutzten - Bundesstraße B107 entspannt zur einstigen Ziesarer Kleinbahn.

Diese rund 50 Kilometer kurze Radtour beginnt am Bahnhof Wiesenburg im Hohen Fläming. Für Brandenburger Verhältnisse ist das in einer Höhe von 175 Metern durchaus ernst gemeint. Und dann geht es praktisch immer bergab bis in Kirchmöser 30 Meter über Normalnull erreicht sind.

Unterwegs sollen zwei der vier Fläming-Burgen, ein gutes Café mit frischem Kuchen und abends ein gutes Restaurant auf Entdeckungen warten. Und dann soll es noch einen Geheimtipp zum angeblich besten Brot Brandenburgs und einer versteckten Bäckerei geben.

 

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