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Niederschlesien: Bober-Radweg von Sagan nach Bunzlau

Berlin, 13. Mai 2015 [zuletzt geändert 15.05.15 um 17:45 Uhr]

Die heutige Woiwodschaft Dolny Slask (Niederschlesien) ist voll von Geschichte und Geschichten. Die historischen Altstädte entstehen in neuer Schönheit. Es gibt die ersten asphaltierten Radwege. Und die Bunzlauer Keramik ist sowieso legendär. Am Samstag, 16. Mai 2015 verrät Benno Koch die spannendsten Abenteuer entlang des Bobr (Bober) durch Westpolen nach Boleslawiec (Bunzlau).

Der Bober ist glasklar. Der Fluss entspringt in Tschechien und schlängelt sich auf 268 Kilometern durch Westpolen. In Niederschlesien vorbei an Bolesławiec (Bunzlau), Szprotawa (Sprottau) und Żagań (Sagan), um schließlich in Krosno Odrzańskie (Crossen an der Oder) in die Oder zu münden. Diese rund 70 Kilometer lange Radtour versucht das Unmögliche: Die Suche nach dem Bobr-Radweg. Gemeinsam mit zwei Bahnstrecken zwischen Deutschland und Polen, die nur noch zwei Zugpaare von der endgültigen Stilllegung trennen. Natürlich nur für Rad fahrende Genießer mit einem starken Hang zum Abenteuer.

Klar: Es gibt gar keinen Bobr-Radweg. Auch wenn die ersten Radwege in Zagan und auf dem Weg nach Bunzlau ganz frisch asphaltiert sind. Aber fast immer eine ruhige Radroute. Diese Radtour geht auf Entdeckungsreise. Leicht experimentell. Und mit wenig Rückfallmöglichkeiten. Auf der Hinfahrt gibt es genau einen möglichen Zug. Auch der Rückfahrt auch. Dazwischen gibt es eine Abkürzungsmöglichkeit mit der Bahn.

Doch die Neugierde ist groß. Vom Wallensteinschen Schloss in Zagan geht es schnell hinaus nach Szprotawa (Sprottau). Immer im Zickzack über die Dörfer auf ruhigen Nebenstraßen. An diesem Samstag mit 13 Sonnenstunden und leichtem Rückenwind. Bereits im Jahre 1.000 sollen sich hier der deutsche Kaiser Otto III. und der polnische Herzog Boleslaw Chrobry auf einer Burg getroffen haben. Lange bevor es Berlin gab.

Nach 35 Kilometern gibt es am Bahnhof Leszno Gorne eine Abkürzungsmöglichkeit nach Bolesławiec (Bunzlau), wo es nicht nur Bunzlauer Keramik gibt. Beeindruckend ist der 489 Meter lange frisch sanierte Boberviadukt aus den Jahren 1844 bis 1846 mit seinen 35 Öffnungen. Und die wie aus dem Bilderbuch sanierte Altstadt. Mit den ersten Cafés und Restaurants. Und irgendwie unentdeckt.

 

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