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Elbe-Radweg: Renaissance und Reformation zwischen Torgau und Wittenberg

Berlin, 11. September 2015 [zuletzt geändert 11.09.15 um 20:30 Uhr]

Der Elbe-Radweg in Sachsen-Anhalt verbindet heute die größte Dichte an UNESCO-Weltkulturerben mit Deutschlands beliebtesten Radfernweg. Und natürlich jeder Menge Natur. Am Samstag, 12. September 2015 verrät Benno Koch die schönsten Strecken von Torgau durch die Elbauen nach Wittenberg.

Luther ist auch in Torgau in diesen Tagen allgegenwärtig. Noch bis Ende Oktober findet hier auf Schloss Hartenfels die 1. Nationale Sonderausstellung zum 500. Reformationsjubiläum statt. Am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther ein paar Kilometer nördlich seine 95 Thesen eigenhändig an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben. Wann, wenn nicht jetzt war das Thema Reformation je aktueller als heute?

An diesem Samstag geht es rund ums Renaissanceschloss hoch her. Ein Sachsen-Anhalt-Tag im sächsischen Torgau verspricht eine bunte Mischung aus Livemusik und allerhand Ständen. Eine Falschmünzerei für das nötige Kleingeld soll auch dabei sein.

Doch dann geht es schnell aus der Renaissancestadt hinaus in die Elbauen. Und die präsentieren sich in diesen Tagen so lebendig wie selten, wenn sich hier tausende Kraniche, Graugänse und andere Wildvögel sammeln.

Seit der Sanierung der Elbdeiche nach dem Hochwasser im Jahre 2003, führen auf weiten Abschnitten des Ost- und Westufers sehr gut befahrbare Deichverteidungswege immer am Fluss entlang. Oft sind diese nicht als offizieller Elbe-Radweg ausgeschildert. Natürlich führt diese rund 65 Kilometer kurze Radtour immer auf den schönsten Wegen entlang.

So geht es durch winzige Dörfer und unter uralten Apfelbäumen hindurch zu einsamen Orten die manchmal Zum Mittelpunkt heißen. Die Feldwege sind meist sehr gut asphaltiert, auch wenn es kurze Kiesabschnitte gibt. Bis schließlich die Stadtsilhouette von Wittenberg am Horizont erscheint.

Möglicherweise hat es den Thesenanschlag an der Wittenberger Schlosskirche nie gegeben. Zumindest Martin Luther selbst soll in seinen Briefen und Werken nie von dem auf den 31. Oktober 1517 datierten Ereignis berichtet haben. Heute ist Wittenberg nicht nur an der Schlosskirche, sondern auch am Schloss, der Stadtkirche St. Marien, dem Arsenalplatz (dem neuen Zentralen Besucherempfang) und dem Augusteum (einem der ältesten Universitätsgebäude Deutschlands) eine spannende Baustelle. Bevor in drei Jahren weltweit 500 Jahre Reformation der Kirche gefeiert werden, will sich die Stadt in der alles begann fein machen.

Und natürlich wartet am Ende ein gutes Restaurant - auf einer entspannten Tour für Rad fahrende Genießer.

 

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