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Peitzer Fischzug und Spreewald Therme

Berlin, 25. Oktober 2015 [zuletzt geändert 30.10.15 um 16:15 Uhr]

Wenn die Fischer im größten Teichgebiet Deutschlands mit der Karpfenernte beginnen, ist in Peitz die schönste Zeit des Jahres angebrochen. Und auch zwischen den Kanälen im Spreewald ein paar Kilometer weiter ist jetzt die Ruhe zurückgekehrt. Am Samstag, 31. Oktober 2015 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen im goldenen Fahrradherbst.

In Peitz ist irgendwann die Geschichte stehen geblieben. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde hier eines der damals bedeutendsten Eisenhüttenwerke errichtet. Genaugenommen sind die Peitzer Teiche die Restlöcher der seit 1554 hier betriebenen Raseneisenerzgewinnung. Hauptabnehmer war die Rüstungsindustrie mit Kanonenkugeln, Waffen und Gerät aus Schmiedeeisen. Bereits 1898 wurde die Produktion eingestellt, so dass das ehemalige Königliche Hüttenwerk Peitz heute eine beschauliche und einzigartige Kulisse bildet - und ganz friedlich von unbewaffneten Touristen lebt.

Geblieben ist die Tradition der Fischzucht in den Peitzer Teichen. Am letzten Wochenende im Oktober wird der Hälterteich abgelassen, um zehntausende Karpfen abzufischen. Das einzigartige Naturschauspiel wird begleitet von Dutzenden Silberreihern, Graureihern und einigen Seeadlern. Von letzteren gab es in Brandenburg 1980 nur noch 30 Brutpaare, heute sollen es 140 sein. Die Peitzer Teiche versprechen hier reichlich Nahrung. Doch auch für ganz gewöhnliche Fahrradtouristen gibt es am Ufer geräucherten Fisch und frisches Brot.

Dann geht es hinaus aus dem Trubel in die weite offene Landschaft der Spreeauen weit ab der Landstraßen. Zwischen den Feldern hindurch geht es begleitet vom Geschrei der Graugänse und Kraniche fast immer auf dem Spreedeich entlang ins Herz des Spreewalds nach Burg. Vom Bismarckturm ist jetzt die Herbstlandschaft am schönsten von oben zu entdecken.

Diese Radtour soll auch wieder der Start in eine neue Serie "Rad und Therme" werden: Bis zum Samstag, 12. Dezember 2015 (Biedermeier Christmarkt in Werben (Elbe)) enden fast alle Radtouren in einer Therme. Den Anfang macht diesmal die Spreewald Therme in Burg - abends nach dem Großen Fischzug in Peitz. Natürlich ganz entspannt, zwei Stunden im Thermalbad oder in der Sauna. Wer das nicht möchte, auf den wartet ein nettes Café.

Zwischen den Irrlichtern des Spreewalds hindurch geht es dann nach Raddusch, wo ein gutes Restaurant die Ausklang einer einzigartigen Herbstradtour bilden soll.

 

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