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Warthe-Radweg: Posener Bethlehem und Eichenwälder

Berlin, 18. Dezember 2015

Hier begann alles. Die drei Brüder Lech, Čech und Rus trafen sich im 7. Jahrhundert in den Auwäldern der Warthe. Von hier zogen sie in drei Richtungen, um die Königreiche der Lechiten, Ruthenen und Böhmen zu gründen. Im Rogaliner Landschaftspark südlich von Poznan sind heute drei mächtige Eichen mit den Namen der Brüder zu bewundern. Am Samstag, 19. Dezember 2015 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen rund um das Posener Bethlehem.

Seit dem Fahrplanwechsel der europäischen Bahnen ist Posen (Poznan) besser mit Regionalzügen aus Berlin erreichbar. So sind erstmals Tagesausflüge mit Rad und Bahn von der Spree in die Warthemetropole möglich, die auch durch ihre Fahrradfreundlichkeit überrascht.

Posen ist anders. Die perfekte Altstadtkulisse wird in diesen Tagen rund um den Markt nicht von einem schlichten Weihnachtsmarkt, sondern vom Posener Bethlehem geprägt.

Natürlich soll diese rund 50 Kilometer kurze Radtour für Genießer nicht nur die im Zweiten Weltkrieg zerstörte und inzwischen in alter Schönheit wiederentstandene Altstadt, sondern die wichtigsten Sehenwürdigkeiten der mehr als 1.000jährigen Stadt mit jeder Menge Natur verbinden.

Die Dominsel Ostrów Tumski gilt als der Ort, an dem die Geschichte Polens begann. Vor allem auch das Denkmal des Posener Arbeiteraufstandes vom Juni 1956 gilt als eine Besonderheit. Bei den Kämpfen für ein gerechteres Lohnsystem kamen 57 Menschen ums Leben, 700 wurden verhaftet. Trotzdem galt der Aufstand als Vorbild für spätere Proteste im damaligen Ostblock. Und noch vor dem Ende des Kommunismus wurde bereits im Jahr 1981 mit zwei riesigen Kreuzen in der Nähe des Residenzschlosses an den Aufstand erinnert.

Noch viel früher begann jedoch die Geschichte im heutigen Rogaliner Landschaftspark. Genau 1.435 bis zu 600 Jahre alte Eichen soll es hier geben, wovon 860 als Naturdenkmäler geschützt sind. So viele wie nirgendwo sonst in Europa. Die drei Eichen Lech, Czech und Rus im Schlosspark Rogalin gelten mit einem Stammumfang von bis zu 9,30 Metern als besonders mächtig. Sie symbolisieren vor allem den Ursprung der drei slawischen Völker.

Natürlich warten unterwegs ein gutes Café und am Ende ein Restaurant - auf einer entspannten Radtour für Genießer.

 

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