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Swinemünde: Boomtown, Ostseestrand und Kamin

Berlin, 4. Februar 2016 [zuletzt geändert am 05.02.16 um 12:30 Uhr]

Vor knapp zwei Monaten legte der erste Flüssiggastanker aus Katar am neuen Terminal an. Polen möchte unabhängig von russischem Erdgas werden. Auch der Tourismus verzeichnet einen Rekord nach dem anderen. Die Anzahl der Hotelbetten hat sich vervielfacht. Die 44.000 Einwohner zählende Hafenstadt Swinemünde boomt. Am Samstag, 6. Februar 2016 verrät Benno Koch die spannendsten Entdeckungen in und um die polnische Hafenmetropole im Oderdelta.

Swinemünde (Świnoujście) ist die größte Stadt Usedoms. Und die reichste. Alleine aus den Abgaben für das neue Flüssigasterminal sollen jährlich bis zu zehn Millionen Euro Steuergelder in die Stadtkasse fließen. Von Berlin aus gesehen ist die deutsch-polnische Insel nicht nur die Badewanne der Bundeshauptstadt, sondern mit Swinemünde auch der nächste Ostseehafen. Doch genau das scheint mit aller Macht verdrängt zu werden. Die einstige Bahnlinie Berlin-Swinemünde ist seit 1945 unterbrochen. Der Wiederaufbau wurde zwar bereits 2003 in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Wirklich bewegt hat sich bisher jedoch nichts.

Theoretisch treffen sich in Swinemünde eine ganze Anzahl überregionaler Radfernwege: Das Marketing für einen Radweg Berlin-Usedom-Stettin wurde bereits 2007 auch über Swinemünde gefördert. Praktisch ausgebaut wurde hier nichts. Ähnliches trifft auch auf den Haffrundweg ums Stettiner Haff und natürlich den Ostseeküsten-Radweg zu - eher theoretische Angebote im Marketingsprech auf Kongresssen und Messen ohne nachhaltigen Ausbau.

Doch die Stadt ist flächenmäßig klein. Und Rad fahren kann man natürlich immer. Die deutsch-polnische Strandpromenade ist seit fünf Jahren ein gutes Beispiel - mit rund zwölf Kilometern zwischen Swinemünde und Ahlbeck soll sie Europas längste Strandpromenade sein.

Diese rund 35 Kilometer kurze Radtour für Genießer soll alles verbinden: Die kostenlose Stadtfähre, den Leuchtturm, den Ostseestrand, den Turm, das Café und den Kamin der einstigen Martin-Luther-Kirche, die Bäderarchitektur der Kaiserbäder, den inzwischen halb verwaisten Fährhafen Kamminke hinüber nach Ueckermünde und natürlich den Hafen an der Swine. Und zum Schluss soll ein gutes Restaurant warten.

 

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