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Nationales Naturmonument: Ivenacker Eichen

Berlin, 4. Mai 2016

Mächtige Hirsche dösen in der Abendsonne. Kein Zaun trennt das Wild von den Besuchern. Die Eichenwälder ringsherum sind einzigartig. Die älteste Eiche soll 1.000 Jahre alt sein und einen Stammumfang von mehr als elf Metern haben. Sie soll die mächtigste lebende Eiche Europas sein. Trotzdem ist es hier einzigartig still. Mit einem neuen Baumkronenpfad soll sich jetzt vieles verändern. Am Samstag, 7. Mai 2016 verrät Benno Koch die schönsten Entdeckungen auf dem Weg zu den Ivenacker Eichen.

Das Gutsdorf Ivenack soll einst das mit Abstand größte ritterschaftliche Gut Mecklenburgs gewesen sein. Noch gibt das Dorf eine Ahnung des Besonderen. Doch längst ist das Schloss aus dem Jahre 1810 nur noch eine leere wildromantische Hülle. Und auch das soll sich nun ändern: Neuer Schlossherr ist der Däne Lars Fogh. Nach dem Marstall will der Mann nun auch das Schloss samt Orangerie und Teehaus in der riesigen Parkanlage sanieren. Fünf Millionen Euro Fördergelder sollen dafür bereitstehen.

Diese rund 60 Kilometer kurze Radtour führt von Neustrelitz nach Reuterstadt Stavenhagen. Abseits der Hauptrouten der Mecklenburgischen Seenplatte geht es am Schloss Hohenzieritz vorbei zur Burg Penzlin. Die heute in wohl nie dagewesener Schönheit sanierte Anlage ist eine beschauliche Oase mit überraschendem Restaurant. Und Folterkeller. Ganz freiwillig.

Der neue Radweg auf dem alten Bahndamm der Mecklenburgischen Südbahn führt dann aus Penzlin hinaus und weiter über die Gutsdörfer nach Ivenack. Vorbei am Schloss und Park geht es in den 75 Hektar großen Tiergarten. Hier stehen nicht nur die größten und ältesten Eichen Europas. Auch rund 100 Dammhirsche leben innerhalb des Tiergartens ohne weitere Zäune. Und so ist es nicht ungewöhnlich, dass die Tiere auf einer Wiese am Barock-Schlösschen vor sich hin dösen. Eine Schippe Mais jeden Tag an diesem Ort hat das Wunder möglich gemacht.

In den vergangenen Jahren war der Tiergarten eher ein exklusives Wunder für wenige Eingeweihte. Übrigens ein Garten, in dem man ganz offiziell radeln darf. Nun soll ein 440 Meter langer und 15 Meter hoher Baumkronenpfad für drei Millionen Euro das Interesse neu entfachen. Bereits im Herbst 2016 soll alles fertig sein. Jetzt ist die richtige Zeit den Ort noch einmal vor dem erwarteten Touristenansturm zu entdecken.

 

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