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Fläming Skate: Altstadt, Dörfer und Fahrradstraßen

Berlin, 10. Juni 2016

Seit 2001 ist südlich von Berlin nach und nach ein 230 Kilometer langes Netz aus Radwegen und Fahrradstraßen entstanden. Der östlichste Rundkurs RK8 führt direkt am Bahnhof Klasdorf vorbei. Vor zwei Jahren wurde das alte Bahnhofsgebäude saniert und mit einem einzigartigen Café zu neuem Leben erweckt. Jetzt steht der Haltepunkt Klasdorf als einer von 60 Bahnhöfen im Land Brandenburg kurz vor der endgültigen Stilllegung. Am Sonntag, 12. Juni 2016 verrät Benno Koch die schönsten Strecken durch den Fahrradfrühling.

Der Blick von den Türmen der Nikolaikirche ist atemberaubend. Sieben Wehrtürme, drei Stadttore, das Mönchenkloster, das Zisterzienserkloster, das Franziskanerkloster, das alte Rathaus und hunderte Fachwerkhäuser wirken von hier oben wie eine mittelalterliche Traumkulisse. Das 1.000jährige Jüterbog ist Ziel dieser rund 50 Kilometer kurzen Radtour auf den Fahrradstraßen des Fläming Skate.

Los geht's am Bahnhof Klasdorf. Fünf Mal pro Tag und Richtung halten hier die Regionalexpresszüge der Linie RE5. Mit fünf Doppelstockwagen und fünf großen Mehrzweckabteilen für die Fahrradmitnahme. Am 5. August 2016 ist jedoch Schluss damit. Voraussichtlich für immer. Denn dann beginnt die Sperrung des Abschnitts von Wünsdorf-Waldstadt über Klasdorf nach Hohenleipsch. Hier wird die Bahnlinie Berlin-Dresden für Tempo 200 ausgebaut. Dass der Haltepunkt Klasdorf den grundhaften Ausbau überlebt und Anfang 2018 wiedereröffnet wird, muss bezweifelt werden.

Auf dem Rundkurs RK8 und später auf ruhigen Landstraßen geht es nun zum Mittelpunkt des Fläming Skates. Also dahin, wo es für die meisten Skater viel zu weit ist.

Mitten im Nichts wartet hier mit dem 1928 eröffneten Volksbad Buckow eine einzigartige Perle. Umgeben von alten Bäumen und mit seinem hölzernen, denkmalgeschützten Eingangsgebäude war das Bad bis vor neun Jahren ein echter Geheimtipp. Dann versagten die Filteranlagen und der Badebetrieb musste eingestellt werden. Ein Verein kümmerte sich anschließend ein paar Jahre liebevoll um die schrittweise Sanierung. Eine neue Filteranlage und das dann wieder kristallklare Wasser im Schwimmbecken müssen aber wohl noch warten.

Mit etwas Glück ist gleich um die Ecke in Buckow der Imker zu Hause. Für alle die mal frischen Honig direkt aus der Wabe kosten wollen. Aber auch manche Dörfer überraschen: Ein mehr als 150 Jahre alter Dorfgasthof präsentiert sich ein paar Kilometer weiter etwas versteckt mit einem Saal im Stil der 1920er Jahre. Liebevoll saniert und weitgehend original erhalten eine echte Perle. Natürlich warten hier Kaffee und selbstgebackener Kuchen.

Zum Finale in Jüterbog soll es ein gutes Restaurant warten - auf einer entspannten Radtour für Genießer.

 

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