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Zeitreise Biedermeier-Sommer

Berlin, 27. Juni 2016 [zuletzt geändert 01.07.16 um 23:00 Uhr]

Der Elbe-Radweg in Sachsen-Anhalt verbindet sieben einstige Hansestädte. Die kleinste in der Reihe ist Werben an der Elbe. Gut versteckt abseits jeder größeren Straße und jeder Bahnlinie gegenüber von Havelberg. Jetzt bilden die sanierten Fachwerkhäuser, die viel zu große Johanniskirche, die beschauliche Salzkirche und die prächtigen Stadttore wieder die Kulisse für den einzigartigen Biedermeier-Sommer. Am Samstag, 2. Juli 2016 verrät Benno Koch die schönsten Strecken von Wittenberge durch die Elbauen nach Glöwen.

Drei Mal im Jahr verwandeln sich in Werben an der Elbe auch deren Einwohner. Der Biedermeier-Sommer ist der wahrgewordene Traum einer längst vergangenen Zeit. Im vergangenen Jahr wurde das Kostümspektakel bei fast 40 Grad im Schatten eine sehr exklusive Angelegenheit. Jetzt spielt nicht nur Sommer mit. Auch der erste Nachwuchs der mit 60 Weißstörchen storchenreichsten Stadt Deutschlands schaut schon neugierig aus den Nestern. Die Salzkirche, das Elbtor, das Kommandeurshaus, viele Ackerbürgerhäuser, alte Speicher und sonst verschlossene Höfe bilden die einzigartige Kulisse.

Diese rund 50 Kilometer kurze Radtour startet in Wittenberge und führt schnell in die Elbauen. Auf der imposanten Eisenbahnbrücke geht es über die Elbe. Dann bildet der einsame Elbe-Radweg hier einen der unentdecktesten Abschnitte. Hunderte Weißstörche gehören ganz normal zur Szenerie.

Direkt am Elbdeich ist nach zwei Dritteln dieser Radtour die Hansestadt Werben (Elbe) erreicht. Hier warten von der überdimensionierten St. Johannis, über die beschauliche Salzkirche bis hin zum einzigartigen Elbtor nicht nur die bekannten mittelalterlichen Bauwerke.

Mit dem Kommandeurshaus kommt ein repräsentatives Bauwerk hinzu, dass aufwändig zum Hotel umgebaut wird. Bis es soweit ist, werden Neugierige mit dem selbstgebrauten Werbener Bier Johannisgold ruhig gestellt.

Auch andere Gärten, Werkstätten und Höfe öffnen nur heute ihre Tore. In einem Wohnhaus zum Beispiel die einzigartige Chocolaterie Kalif Storch, in einer kleinen Pension ein paar Häuser weiter ebenso exklusiv die Biedermeier-Stube. Auf dem Markt rund um die Johanniskirche warten 35 Händler, Handwerker und Künstler. Alles bespielt in Kostümen aus der Zeit des Biedermeiers.

Mit einer lautlosen Gierfähre geht es dann hinüber nach Havelberg. Auch so eine Zeitreise. Hier wo im Vorjahr die Bundesgartenschau Havelregion mit dem Dombezirk, der Altstadtinsel und natürlich der Stadtkirche St. Laurentius als Blumenhalle die Menschen in ihren Bann gezogen hat, ist jetzt wieder alles ganz still.

 

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