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Wege zur Internationalen Gartenschau im Wuhletal

Berlin, 28. März 2017 [zuletzt geändert am 31.03.17 um 13:00 Uhr]

Mitte April ist es soweit. Dann soll die Internationale Gartenschau (IGA) innerhalb von 186 Tagen zwei Millionen Besucher nach Marzahn-Hellersdorf locken. Auf einer Fläche von 104 Hektar wurden die bestehenden Gärten der Welt bis zum umbenannten U-Bahnhof Kienberg vergrößert und offiziell 40 Millionen Euro investiert. Am Sonntag, 2. April 2017 verrät Benno Koch vor dem großen Trubel schon mal die spannendsten Entdeckungen auf dem Weg durch Berlin ins Wuhletal.

Natürlich spielen Blumen auf der Internationalen Gartenschau nur eine untergeordnete Rolle. Schon bei den Simpsons ist die schrottreife Einschienenbahn aus North Haverbrook der Running Gag. Und der funktioniert offenbar immer wieder: "Nur mit der Seilbahn können wir das enorme Transportproblem während der IGA lösen", verkündete gleich am Anfang der Planungen der IGA-Geschäftsführer sein Verkehrskonzept. Natürlich ist die nagelneue IGA-Seilbahn unglaublich schick und sicher. Aber mit Kosten von 14 Millionen Euro für die 1,5 Kilometer lange Strecke ist sie auch die größte IGA-Einzelinvestition. Dass die "private" Investition für alle Besucher bereits in die Eintrittspreise eingepreist wurde, versteht sich von selbst.

Noch sind die Tore der IGA geschlossen. Radfahren wurde als sinnvollstes Verkehrsmittel auf der kilometerlangen Gartenschau ohnehin vorsorglich verboten. Doch einige hundert Meter neuer Rad- und Gehwege wurden im Umfeld der Gartenschau neu gebaut.

Diese Radtour zeigt die schönsten Wege vom Berliner Hauptbahnhof ins Wuhletal und rund um das Gartenschaugelände am 102 Meter hohen Kienberg. Vom Gipfel der benachbarten 114,5 Meter hohen Ahrensfelder Berge hat man sogar noch einen schöneren Ausblick - ganz ohne Gartenschauzaun.

Vorbei an den Sehenwürdigkeiten der Berliner Innenstadt geht es erstaunlich grün und ruhig auf Abschnitten des Berliner Mauerweges, des Europaradweges R1 und des Spree-Radweges zum Treptower Park.

Mit dem neuen Radweg an der Rummelsburger Bucht, den Strecken entlang der S-Bahnlinie S3 und der U-Bahnlinie U5 sind bis ins Wuhletal asphaltierte Fahrradstraßen entstanden. Offiziell heißt diese Radroute hier Südspange TR4 und führt ins Dorf Biesdorf.

Entlang der renaturierten Wuhle geht es vorbei am Dorf Kaulsdorf, an den Gärten der Welt und ins alte Dorf Marzahn. Hier ist es nicht nur überraschend grün, im historischen Angerdorf aus dem 13. Jahrhundert ist auch der beste Fleischer weit und breit zu finden. Das beste Café mit dem besten Konditor hat auch versprochen, demnächst wieder zu öffnen. Das muss natürlich unter uns bleiben!

Von der alten Bockwindmühle geht es zurück durchs Wuhletal und hinauf auf die Ahrensfelder Berge. Mit 114,5 Metern Höhe hat man hier oben einen unverbauten Rundumblick über die Barnimhochebene, hinunter ins Spreetal und natürlich bis zum Fernsehturm. Vielleicht ist der Ausblick hier in Marzahn sogar noch schöner als von Berlins höchstem Turm - und garantiert ohne Anstehen.

Hätte man sich im Jahre 2008 beim Aufschütten einer kleinen Aussichtsplattform nicht verrechnet, wären die teilweise künstlichen Hügel der Ahrensfelder Berge heute der größte Berg Berlins. Um ganze 20 Zentimeter musste er sich doch dem Großen Müggelberg in Köpenick und dem Teufelsberg im Grunewald geschlagen geben.

In Brandenburg ist dann die Ruhe und Beschaulichkeit des Frühlings perfekt. Und vielleicht endet diese Radtour in einem guten Restaurant im Schlossbezirk Altlandsberg.

 

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