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Abenteuer im Biosphärenreservat

Berlin, 29. Mai 2017 [zuletzt geändert am 02.06.17 um 23:15 Uhr]

Abgestorbene Wälder. Eine unter Wasser stehende Holzbrücke. Umgestürzte Baumriesen. Amerikanische "back to the roots" Touristen wären begeistert. Hierher verirrt sich niemand. Am Samstag, 3. Juni 2017 verrät Benno Koch die unglaublichsten Entdeckungen im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.

Natürlich kann man hier auch den Radweg Berlin-Usedom nehmen. Doch was ist eigentlich mit den spektakulären Landschaften links und rechts des Radfernweges? Die Überreste der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren prägen die leicht hüglige Uckermark. Die Sand- und Feldsteinwege bestehen aus den Resten skandinavischer Granitfelsen. Liegengebliebene Toteisblöcke waren der Ursprung von rund 240 nicht selten kreisrunden Seen: Die Augen der Uckermark.

Diese rund 45 Kilometer kurze Radtour von Seehausen nach Joachimsthal vereint alles: Schöne Badestellen, ruhige asphaltierte schmale Landstraßen, befahrbare Feldwege, dörfliche Beschaulichkeit. Und ganz unter uns: Ein paar hundert Meter beherrschbares Abenteuer für Rad fahrende Genießer.

Schon in Seehausen ist die Idylle perfekt: Direkt am einsamen Bahnhof beginnt ein ebenso einsamer Abschnitt des Radweges Berlin-Usedom. Auf einer Streuobstwiese am Oberuckersee kann es Kaffee und Kuchen geben, bevor es in die einsamen Weiten der Uckermark geht.

Bestens asphaltiert folgt ein Weg zur alten Wasserburg Gerswalde, im glasklaren Bachtal abschnittsweise etwas holpriger zum Gutshaus Friedenfelde und ganz geheim zum Rittergut Temmen. Dörfer wie Arnimswalde, Neu Temmen oder Poratz verzaubern mit ihren Fachwerkfassaden das idealisierte Bild vom Landleben.

Doch dann folgen die legendären acht Kilometer Abenteuer durchs Biosphärenreservat. Doch keine Angst: Der Weg zwischen dem Großen und Kleinen Prüßnicksee ist sogar ganz offiziell. Und vielleicht kommen wir diesmal sogar auf den entscheidenden hundert Metern ohne Schuhe ausziehen durch. Und falls nicht: Direkt dahinter wartet eine der schönsten Badestellen!

Wenn das Abenteuer geglückt ist, könnte auch noch eines der am schönsten gelegenen Restaurants Brandenburgs folgen. Aber nicht weitersagen! Auch nicht, dass diese Tour ein paar Kilometer abseits des UNESCO-Weltnaturerbes Grumsin in Wahrheit noch schöner als der Grumsin ist.

Noch mehr Abenteuer im Biosphärenreservat gibts übrigens im offiziellen Tourtagebuch zum nachlesen.

 

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