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Wege zur Internationalen Gartenausstellung im Wuhletal

Berlin, 18. September 2017 [zuletzt geändert am 23.09.17 um 05:15 Uhr]

Noch bis zum 15. Oktober ist sie geöffnet. Dann wird die Internationale Gartenausstellung (IGA) innerhalb von 186 Tagen deutlich weniger als die erhofften zwei Millionen Besucher nach Marzahn-Hellersdorf gelockt haben. Auf einer Fläche von 104 Hektar wurden die bestehenden Gärten der Welt bis zum umbenannten U-Bahnhof Kienberg vergrößert und offiziell 40 Millionen Euro investiert. Am Sonntag, 24. September 2017 verrät Benno Koch die grünsten Entdeckungen auf dem Weg durch Berlin ins Wuhletal.

Natürlich spielen Blumen auf der Internationalen Gartenschau nur eine untergeordnete Rolle. Schon bei den Simpsons ist die schrottreife Einschienenbahn aus North Haverbrook der Running Gag. Und der funktioniert offenbar immer wieder: "Nur mit der Seilbahn können wir das enorme Transportproblem während der IGA lösen", verkündete gleich am Anfang der Planungen der IGA-Geschäftsführer sein Verkehrskonzept. Natürlich ist die nagelneue IGA-Seilbahn unglaublich schick und sicher. Aber mit Kosten von 14 Millionen Euro für die 1,5 Kilometer lange Strecke ist sie auch die größte IGA-Einzelinvestition. Dass die "private" Investition für alle Besucher bereits in die Eintrittspreise eingepreist wurde, versteht sich von selbst.

In weniger als einem Monat werden die Tore der IGA geschlossen. Radfahren wurde als sinnvollstes Verkehrsmittel auf der kilometerlangen Gartenschau ohnehin vorsorglich verboten. Doch einige hundert Meter neuer Rad- und Gehwege wurden im Umfeld der Gartenschau neu gebaut.

Diese Radtour zeigt die schönsten Wege vom Treptower Park ins Wuhletal und rund um das Gartenschaugelände am 102 Meter hohen Kienberg. Vom Gipfel der benachbarten 114,5 Meter hohen Ahrensfelder Berge hat man sogar noch einen schöneren Ausblick - ganz ohne Gartenschauzaun.

Diese insgesamt rund 45 Kilometer kurze Radtour für Genießer beginnt im Treptower Park, führt zum neuen Radweg an der Rummelsburger Bucht und weiter in die Wuhlheide. Unterwegs wartet einer der besten Eisläden dieser Stadt. Der Wuhleweg schlängelt sich dann weiter immer am Wasser entlang ins Wuhletal.

Entlang der renaturierten Wuhle gelangt man am Dorf Kaulsdorf vorbei zu den Gärten der Welt und um die Internationale Gartenausstellung herum. Eigentlich hat man dann schon (fast) alles gesehen - die IGA ist vor allem viel Landschaft. Wer möchte, kann sonntags ab 16 Uhr mit der auf zehn Euro pro Person ermäßigten Abendkarte ohne Fahrrad in das Gelände hinein. Muss aber nicht.

Mit einem kurzen Abstecher kann es ins alte Dorf Marzahn gehen. Hier ist es nicht nur überraschend grün, im historischen Angerdorf aus dem 13. Jahrhundert ist auch der beste Fleischer weit und breit zu finden.

Von der alten Bockwindmühle geht es zurück durchs Wuhletal und gerne auch hinauf auf die Ahrensfelder Berge. Mit 114,5 Metern Höhe hat man hier oben einen unverbauten Rundumblick über die Barnimhochebene, hinunter ins Spreetal und natürlich bis zum Fernsehturm. Vielleicht ist der Ausblick hier in Marzahn sogar noch schöner als von Berlins höchstem Turm - und garantiert ohne Anstehen.

Hätte man sich im Jahre 2008 beim Aufschütten einer kleinen Aussichtsplattform nicht verrechnet, wären die teilweise künstlichen Hügel der Ahrensfelder Berge heute der größte Berg Berlins. Um ganze 20 Zentimeter musste er sich doch dem Großen Müggelberg in Köpenick und dem Teufelsberg im Grunewald geschlagen geben.

Auf einer Fahrradstraße an der Landesgrenze Brandenburg ist dann die Ruhe und Beschaulichkeit des Herbstes perfekt. Und diesmal soll diese Radtour im wiederentstandenen alten Brau- und Brennhaus im Schlossbezirk Altlandsberg enden - natürlich bei einem eiskalten selbstgebrauten Altlandsberger Bier.

 

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