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Focus Titel 33/2008

Focus: "Wir wollen Menschen für das Fahrrad begeistern"

Berlin, 14. August 2008

Nachrichtenmagazin Focus (Auflage 919.876 Exemplare) setzt Thema Radfahren zum dritten Mal seit 2001 auf den Titel

"Wir wollen Menschen für das Fahrrad begeistern, die eigentlich nie oder selten Fahrrad fahren", sagt Focus Redakteur Stefan Ruzas über die aktuelle Titelgeschichte des drittgrößten Nachrichtenmagazins Deutschlands. "Weil das Fahrrad auf kurzen Strecken gerade in der Stadt etwas leistet, was das Auto und was auch die öffentlichen Verkehrsmittel nicht leisten können. Ich glaube die Städte begreifen, dass das Fahrrad in vielem sinnvoller ist als das Auto."

Und auch die deutsche Hauptstadt wird dabei vom Focus gelobt: "In Metropolen wie Hamburg, Berlin, München und Köln kümmern sich Fahrradbeauftragte um bessere Bedingungen für Pedaleure."

Keine ganz normale Titelgeschichte - in Wahrheit eine Sensation

Was wie eine ganz normale Titelgeschichte eines Nachrichtenmagazins aussieht, ist in Wahrheit eine Sensation. Nach "Faszination Fahrrad" (Focus 14. Mai 2001) und "Spaß mit dem Fahrrad" (Focus 19. Juli 2004) setzt der Focus mit "Spar Sprit - Fahr Rad!" (Focus 11. August 2008) nun bereits zum dritten Mal das Thema Radfahren auf den Titel, das PR-Berater und Marketingfachleute bis vor kurzem noch als "low interest" bezeichnet haben. Nicht einmal Jan Ulrich schaffte es 1997 als Gewinner der Tour de France auf den Titel - damals, als Radfahren irgendwie noch Sport oder einfach Revolution war.

Spiegel und Stern - Fahrrad bisher kein Thema

Dagegen haben das größte deutsche Nachrichtenmagazin Spiegel (Auflage 1.266.162 Exemplare) und der Stern, die Nummer zwei in Deutschland mit 1.221.500 Exemplaren, offenbar noch immer Probleme das kleine Wort Fahrrad über die Tasten ins Blatt oder gar auf den Titel zu bringen. Als sich der Stern zuletzt Anfang Mai 1996 dem Thema groß widmete, hieß es schlicht "Die Radlerpest" (Stern Ausgabe 20/96) - aber auch das ist lange her und wohl den Wirren der 1990er Jahre vor der Ölkrise geschuldet.

Focus schreibt über die Alltagsradfahrer - vom Top-Manager bis zur Kundenberaterin

"Der 41-jährige Bankmanager aus Königsstein im Taunus schwingt sich fast jeden Morgen um 7.30 Uhr auf sein Rennrad und saust die 25 Kilometer nach Frankfurt", schreibt der Focus in seiner aktuellen Ausgabe. Passend dazu die Überschrift: "Mehr Freude am Fahren!"

Dass Banker Thomas Windel freiwillig auf seinen schweren VW Touareg verzichtet, verbindet ihn mit allen anderen im Blatt vorgestellten Alltagsradfahrern aus Karlsruhe, Köln und Berlin. Und die Rechnung ist einfach: besser gebildet, höheres Einkommen und größere Stadt gleich mehr Fahrradnutzung. Und dass ein Auto in der Garage steht, stört eigentlich niemanden mehr - schließlich sind Radfahrer "längst nicht mehr nur Öko-Freaks und Gesundheitsapostel", heißt es im Focus.

Aktuelle Ausgabe Focus 33/2008

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