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Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung

FAS: "Was in Münster als Fahrradkultur herbeigesehnt wurde, tobt heute in Berlin" 

Berlin, 17. August 2008

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) entdeckt "Die Hauptstadt des Fahrrads" - Berlin!

"Sie glauben noch immer, Fahrrad gefahren werde vorwiegend in Städten wie Münster, Bremen oder Erlangen? Ach liebe Unschuld, was dort als Fahrradkultur herbeigesehnt wurde, tobt heute in Berlin", schreibt Hans-Heinrich Pardey in der Sonntagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

FAZ-Redakteur Pardey thematisiert das Fahrrad bereits seit 20 Jahren im Blatt - meist jedoch von der technischen Seite

Pardey ist seit 1988 Redakteur des Ressorts "Technik und Motor" und irgendwie bisher dazu verdammt immer dienstags in der FAZ über "Fahrräder mit Elektro-Hilfsmotor", "Stadträder für Leute mit schwarzen Schuhen" oder auch "Dreiräder für Erwachsene" zu berichten. Dafür wurde er bereits von der Fahrradlobby ausgezeichnet, denn normalerweise sind auch die "Auto, Motor und Straße" - Seiten der anderen Tageszeitungen für regelmäßige und tiefgründige Fahrradthemen noch immer tabu. Und so richtig darf das Thema Fahrrad auch in der FAZ nicht auf die vorderen Seiten.

Forsa: 26 Prozent der Deutschen legen täglich mindestens einen Weg mit dem Fahrrad zurück

"In der überregionalen Tagespolitik der FAZ und der meisten anderen Medien spielt das Fahrrad zwischen Ölpreisschock und Wirtschaftsverkehr allerdings nach wie vor kaum eine Rolle", sagt Benno Koch, Berlins Fahrradbeauftragter. "Auch wenn viele Mitarbeiter selbst täglich mit dem Fahrrad in die Redaktionen fahren, ist es offenbar schwierig, dies den Lesern sachlich zu erklären."

Selbst sonst als "Breaking News" oder "Exklusiv" bezeichnete Nachrichten spielen meist dann keine Rolle, wenn sie Fahrradthemen behandeln: "Ich musste schon zu meiner größeren Überraschung erleben, dass selbst eine exklusive Forsa-Studie zur Fahrradnutzung in Deutschland aus dem Nachrichtenplan einer großen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt gestrichen wurde", so Koch. "Irgendwas anderes war wichtiger als die Sensation, dass 26 Prozent der Deutschen täglich mindestens einen Weg mit dem Fahrrad zurücklegen. Letzteres übrigens am häufigsten in Großstädten wie Berlin mit mehr als 500.000 Einwohnern."

Pardey: "Fahrradkultur meint die alltägliche Selbstverständlichkeit in die Pedale zu treten"

Um so mutiger sind Pardeys regelmäßige Kolumnen: "Fahrradkultur, das sind definitiv nicht ,Kulturelle Aktivitäten rund ums Fahrrad'", schreibt der FAZ-Redakteur. "Fahrradkultur meint die alltägliche Selbstverständlichkeit in die Pedale zu treten." In Berlin könne man Prominente wie Wim Wenders selbstverständlich im Fahrradladen treffen. "Hier steigen Leute aufs Rad, die das sonst im Traum nicht täten."

Vollständigen Artikel nachlesen

- in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unter www.genios.de (kostenpflichtig)