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"Keine Segways auf Berlins Radwegen"

Berlin, 12. August 2008

Senatsverwaltung, Fahrradbeauftragter und ADFC sprechen sich gegen Elektroroller auf Radwegen aus und kritisieren Bund

"Viele Fahrradwege sind schon für die wachsende Zahl von Radlern zu schmal", sagte der Fahrradbeauftragte Benno Koch heute im Interview mit der Berliner Zeitung.

Hintergrund ist ein Vorstoß von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee Segways, wie die Elektroroller von ihrem Hersteller genannt werden, auch auf Radwegen zuzulassen.

"Der Bundesverkehrsminister muss  endlich seine Hausaufgaben bei der Radverkehrsförderung machen", so Koch. "Immerhin haben mehr als 75 Millionen Bundesbürger ein Fahrrad, aber der Ausbau der Infrastruktur, die Vernetzung mit der Bahn und die Ausrüstungsvorschriften für Fahrräder entsprechen nicht selten noch den Vorstellungen und dem Stand von vor 30 Jahren."

Koch kritisiert konkret Versäumnisse in den Zuständigkeiten des Bundes: "Es ist in Berlin nahezu unmöglich, Mittel für den notwendigen Radwegebau an Bundeswasserstraßen und Bundesfernstraßen zu erhalten. Auch die geplante Änderung der Straßenverkehrsordnung zugunsten des Fahrradverkehrs ist seit Jahren überfällig - und im vorliegenden Entwurf fehlen sogar eindeutige und konkrete Mindestbreiten für Radverkehrsanlagen. Praktisch sind heute viele alte Radwege auf Gehwegen schon für Radfahrer ungeeignete Restflächen - auch deshalb sind drei Viertel aller Radwege in Berlin nicht mehr benutzungspflichtig."

Vollständigen Artikel in der Berliner Zeitung nachlesen

- unter www.berliner-zeitung.de